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Erst das Vergnügen, dann die Info.

Burgdorfer Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe besucht die Martiniklinik in Hamburg.
57 Personen der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf haben gemeinsam mit ihren Ehefrauen und Lebenspartnerinnen eine Fahrt nach Hamburg unternommen, um dort die Martiniklinik zu besuchen. Zuvor aber wurde die Hansestadt touristisch erkundet. Naheliegend war es, mit einer Hafenrundfahrt zu beginnen. Nach kurzem Rundgang über die Landungsbrücken bestieg die Gruppe bei herrlichem Wetter ein extra für sie gechartertes Schiff. Der Schiffsführer erklärte länger als anderthalb Stunden kompetent und unterhaltsam die Funktionen, Besonderheiten und Eigenarten des Hafens. Anschließend wartete in einem nahegelegenen Restaurant das Mittagessen.

Während einer Stadtrundfahrt durch Hafen-City, Speicherstadt, Reeperbahn, vorbei an Michel, Elbphilharmonie und Binnenalster wurde auf die historische und maritime Bedeutung der Hansestadt hingewiesen. Aber auch der Wandel zur Moderne und die damit verbundene touristische Bedeutung Hamburgs kamen nicht zu kurz.

Die Stadtrundfahrt endete vor dem UKE, auf dessen Gebiet die weltbekannte Martiniklinik liegt Diese Klinik ist spezialisiert auf Krebserkrankungen der Prostata. Die weltweite Bedeutung basiert auf mehr als 20-jähriger Langzeitbeobachtung der Krankheitsbilder ehemaliger Patienten, die im Ergebnis eine so große Datenbank bilden, dass sich ein breites Spektrum für wissenschaftliche Forschung eröffnet. Auf Einladung von Professor Hans Heinzer ergab sich die Möglichkeit, Einblicke in die Tätigkeitswelt der Klinik zu erhalten.

In einem Überblick stellte Prof. Heinzer Ressourcen der Forschung, Genom-Projekte, Studien und Publikationen vor und berichtete über das Qualitätsmanagement des Hauses. Dass im Vorjahr mehr als 2200 Prostatakrebsoperationen in der Martiniklinik erfolgten, sei am Rande erwähnt. Anhand von unterschiedlichen Krankheitsbildern konnten die Teilnehmer sich gedanklich über verschiedenste Therapieoptionen einbringen. Dadurch wurden alle Besucher aktiv eingebunden, sodass sich hier ein gutes Zusammenspiel zwischen Referent und Besuchern ergab. Eine intensive Diskussion rundete den Besuch in der Martiniklinik ab.

Nach den konzentrierten und Aufmerksamkeit fordernden Informationen bedankte sich Jür­gen Mindermann, der Leiter der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf, bei Professor Heinzer für den eingangs gereichten Imbiss — und besonders für die komplexen und interessanten Informationen.